Auch Fontane hätte einen Betriebsarzt gebraucht

Betriebsarzt Neuruppin Preußischer, so heißt es, geht es nicht mehr, nicht in Berlin und nicht in Potsdam. Die preußischste aller Städte sei die Geburtsstadt von Theodor Fontane: Neuruppin. Die Stadt in der Ostprignitz beherbergt rund 30.000 Einwohner, zählt flächenmäßig aber zu den größten in Deutschland. Da lässt Neuruppin Städte wie Leipzig, Dortmund oder Stuttgart locker hinter sich. Das prägende Ereignis in der Stadtgeschichte ist wohl der verheerende Stadtbrand vom August 1787. Über 400 Wohngebäude wurden damals zerstört und noch einmal so viele Wirtschaftsgebäude und Ställe. Auch das Rathaus und zwei Kirchen wurden ein Raub der Flammen.

Feuer und Flamme für Neuruppin

Wie durch ein Wunder wurde kein Einwohner bei dem Großbrand tödlich verletzt. Doch die Katastrophe schlug mit mehr als 600.000 Talern zu Buche – eine enorme Summe zu jener Zeit. Immerhin gab es schon eine Feuerversicherung, die 220.000 Taler von dieser Summe schulterte. Es ist vielleicht mehr als nur eine Ironie der Geschichte, dass in Neuruppin zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit der Firma Minimax das Zentrum für Handfeuerlöschgeräte entstand. Ein Feuerlöscher ist heute nachgerade ein Symbol für Arbeitssicherheit und aus keinem Unternehmen mehr wegzudenken. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog Minimax zwar nach Westdeutschland um, doch Feuerlöscher wurden in Neuruppin weiter produziert. Ob in Warschau, Prag oder Budapest – in allen Staaten des ehemaligen Ostblocks gehörten Feuerlöscher aus Neuruppin zur Standardausstattung eines jeden Betriebes. Doch 1787 gab es die praktischen Geräte noch nicht, ebenso wenig, wie die Deutsche gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). Hätte sie es damals schon gegeben und eine Verpflichtung, Arbeitsstätten mit Löschgeräten auszustatten, dann wäre es vielleicht nie zu dem Brand in einem Getreidelager gekommen, der sich dann auf die ganze Stadt ausgebreitet hatte.

Was ein Betriebsarzt in Neuruppin für sein Unternehmen leistet

Bei der DGUV steht die Vorsorge und das Vorbeugen im Vordergrund, noch ehe etwas passiert. Und das ist auch der Grund, warum jedes Unternehmen in Neuruppin einen Betriebsarzt und eine Fachkraft für Arbeitssicherheit benennen muss. Eine Betriebsärztin oder ein Betriebsarzt in Neuruppin, den DOKTUS vermitteln kann, ist für jeden Betrieb verpflichtend, der auch nur einen einzigen Mitarbeiter beschäftigt. Der von dem Unternehmen benannte Betriebsarzt in Neuruppin muss zudem über die fachliche Qualifikation verfügen, also entweder Betriebsarzt oder Arbeitsmediziner sein. Die Qualifikation ist schon deshalb von Nöten, weil die Aufgaben eines Betriebsmediziners in Neuruppin weit über die Tätigkeit eines normalen Arztes hinausgehen. So entwickelt er nicht nur Handreichungen zum Thema Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Er berät auch Geschäftsleitung und die Belegschaft.

 

Ein Betriebsarzt in Neuruppin berät und sorgt vor

Wie weit das gehen kann, zeigt zum Beispiel das Angebot „Mitarbeiter-Care“, eine psychosoziale Ad-hoc-Beratung, die sich unter anderem mit einem Thema beschäftigt, über das in Firmen nicht gerne gesprochen wird. Im Rahmen dieses Projekts können sich Mitarbeiter*innen an DOKTUS – Die Betriebsärzte wenden, wenn es zu Mobbing oder anderen belastenden Problemen am Arbeitsplatz kommt. Im Rahmen eines Telefonats oder eines Austauschs per E-Mail wird den Betroffenen eine Hilfestellung gegeben, mögliche erfolgversprechende und gleichzeitig deeskalierende Maßnahmen besprochen. Was im ersten Moment vielleicht eher nach einem sozialen, als einem medizinischen Problem aussieht, kann sich nämlich sehr schnell auf die Gesundheit der Betroffenen auswirken.

Kernkompetenz: Gefahren erkennen und ausräumen

Das eben dieses nicht passiert, fällt in die Kernkompetenz von Arbeitsmedizinern und betriebsmedizinischen Diensten, die alles was Mitarbeiter krank machen könnte, im Vorfeld identifizieren und nach Möglichkeit ausschalten soll. Das beinhaltet natürlich auch klassische medizinische Aufgaben, wie Vorsorgeuntersuchungen oder die Untersuchung zur Tauglichkeit für bestimmte Aufgaben. Wenn ein Arbeitnehmer trotzdem ernsthaft und länger erkrankt, ist der Betriebsarzt spätestens dann gefragt, wenn die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter wieder an seinen Arbeitsplatz zurückkehrt. In diesem Fall hilft der Betriebsarzt bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess. Dies ist sogar im betrieblichen Eingliederungs-Management (BEM) im Sozialgesetzbuch IX gesetzlich geregelt.

Arbeitsmediziner und Betriebsärzte in und um Neuruppin

Nicht nur in Neuruppin sind Betriebsärzte und Arbeitsmediziner begehrt. Auch in den Ortsteilen und benachbarten Gemeinden ist ihr Fachwissen gefragt. Neben der eigentlichen Kernstadt gliedert sich Neuruppin auch noch in 13 Ortsteile. Der größte ist Altruppin mit mehr als 2.500 Einwohnern. Darüber hinaus gibt es noch etliche Gemeindeteile und Wohnplätze, die sich über die stattliche Fläche von mehr als 300 Quadratkilometer verteilen. Diese schiere Größe führt letztlich auch dazu, dass die eigentlichen Nachbarn von Neuruppin schon deutlich entfernt liegen. Im Südosten ist Oranienburg die nächste große Stadt. Im Osten liegt Templin. Im Nordwesten erreicht man bald Pritzwalk und nördlich ist der nächste größere Nachbar Wittstock/Dosse und im Süden schließlich Nauen.