Zwischen Meer und Marzipan: Betriebsarzt Lübeck

Betriebsarzt LübeckLübeck war die bedeutendste Hansestadt des Mittelalters. Von hier aus führten Handelswege bis nach St. Petersburg, nach Bergen, Brügge oder in den Süden nach München und Wien. Ob Salz, Heringe oder wertvolle Felle – Lübeck war der Dreh- und Angelpunkt des mittelalterlichen Handels. Lübecker Kaufleute und Seefahrer waren mächtige Vertreter ihrer Zunft und so reich wie Könige – und sie waren es ebenso wie Könige gewohnt sich selbst zu regieren, als der Rest des Kontinents noch im Joch des Feudalismus steckte.

Und natürlich wusste man auch schon in Lübeck den Wert der Gesundheit zu schätzen und welche Berufe Krankheiten verursachten, was sich in mancher medizinischen Einrichtung – etwa in dem altehrwürdigen Bau des Heiligen-Geist-Hospitals – niederschlug, auch, wenn der Begriff Betriebsarzt in Lübeck noch unbekannt war. Das alles änderte sich erst, als niederländische Kaufleute in die Oststee vordrangen, der Hanseatisch-Niederländische Krieg verloren ging und später mit der Entdeckung der Neuen Welt Lübeck endgültig seinen Status als Königin der Hanse verlor.

Trotzdem blieb Lübeck bis zur Machtergreifung der Nazis und später bis zum Bau der innerdeutschen Grenze eine bedeutende Hafenstadt, die auch spezifische Berufserkrankungen zum Arbeitsfeld von Betriebsmedizinen machte. Betriebsarzt in Lübeck, das hieß Seemänner zu untersuchen, Matrosen, Schiffsoffiziere, Kapitäne, aber auch Lageristen und Schauerleute. Neben dem Hafengelände, das sich hinter Travemünde dem Flußlauf der Trave folgend, tief im Landesinneren befand, standen die Bürgerhäuser mit ihren Speichern, in denen Getreide, Tücher und Gewürze lagerten. Neben dem Kaufmannsviertel und den Quartieren der Seeleute gab es noch Viertel für Handwerker und andere Gewerbetreibende, heute noch zu erkennen an Namen wie die Glockengießerstraße, Fleischhauerstraße oder den Kohlmarkt. Wenn Sie zu diesem Thema mehr wissen wollen, fragen Sie Doktus.

Lübeck im betriebsmedizinischen Dornröschenschlaf

Unter den Nazis wurde Lübeck erst die territoriale Eigenständigkeit weggenommen und dem Land Schleswig-Holstein zugeschlagen, mit der deutschen Teilung verlor es auch noch sein Hinterland in Mecklenburg-Vorpommern. Die Hansestadt lag nun in unmittelbarer Nähe zur sogenannten „Zonengrenze“ und wurde quasi zum Vorort Hamburgs. Doch nach dem Fall änderte sich wieder das Glück. Lübeck wurde zum Tor von Mecklenburg-Vorpommern mit Anbindung an Schwerin, Wismar und Rostock.

Viele Betriebsärzte aus Lübeck fahren also nach Osten, wenn Sie Kunden besuchen wollen. Aber auch im Westen von Bad Schwartau, Ratekau, Bad Segeberg und Bad Oldesloe, sowie die Ostseeküste hoch von Boltenhagen, über Timmendorf, Scharbeutz, Neustadt in Holstein bis hoch nach Oldenburg, Heiligenhafen und Fehrmarn reicht das Einzugsgebiet für betriebsmedizinische Betreuung – ob mit Betriebsarzt oder anderem medizinischem Fachpersonal.

Lübeck – Stadt der Spezialisten

Heute ist die Hansestadt eine moderne Großstadt mit einer Vielzahl von international vertretenen Firmen und Konzernen. Am bekanntesten dürften die Drägerwerke sein, die sich von dem Bau der „eisernen Lunge“ hin zu einem weltweit bekannten Allrounder rund um Atem- und Medizintechnik entwickelt haben – von Alco-Röhrchen bis hin zu komplexen Tauchlaboren und Dekompressionskammern. Neben Dräger ist auch der Lübecker Marzipanhersteller Niederegger weltweit ein Begriff. Unbekannt und doch von Weltrang ist das klinisch-immunologische Labor von Prof. Dr. med. Winfried Stöcker – ein Spezialist für Infektionsserologie, Molekulargenetik und Autoimmun-Diagnostik. Fast täglich gehen vom nahegelegenen Flughafen Blankensee Flieger mit Serum-Transporten in alle Welt ab.

Das hat auch den Betriebsärzten in Lübeck ein Spezialistenstatus eingetragen. Hier gilt, wer neben dem normalen Arbeitsspektrum auch die komplizierte Auslandsuntersuchung (ehemals G 35) machen kann. Dabei werden Arbeitnehmer, die viel unterwegs sind – besonders in infektionsgefährdenden Gebieten – auf ihren Impfstatus überprüft und notfalls nachgeimpft. Auch ansonsten ist es nicht verkehrt, wenn man in Lübeck als Betriebsarzt in paar Zusatz-Skills beherrscht – etwa die Off-Shore-Zulassung oder ein vierwöchentliches Praktikum auf hoher See, um angehenden Seeleuten die vorgeschriebene Seedienstauglichkeit bescheinigen zu können, wie sie nur von zugelassenen Ärzten der Berufsgenossenschaft Verkehr vorgenommen werden darf. Wenn Sie einen guten Betriebsarzt in Lübeck und Umgebung benötigen, nehmen Sie Kontakt mit Doktus auf.