Herausforderung: Betriebsärzte Neukölln im Amüsierviertel

Betriebsarzt Neukölln

Eine Großstadt für sich – 328.000 Menschen leben hier auf nur 45 Quadratkilometern. Das ist eine höhere Bevölkerungsdichte als in Hongkong. Und was für die ehemalige britische Kronkolonie die Rotchinesen sind, sind für Neukölln die Türken. Die Mischung aus Minaretten, Moscheen und anderen muslimischen Hotspots haben Neukölln den Beinamen „Klein Istanbul“ eingetragen. Dennoch ist die Behauptung, Neukölln sei eine türkische Stadt, grundfalsch und ein offensichtlich unausrottbares Klischee. Nur etwas über 40 % der Neuköllner haben einen Migrationshintergrund, der Regierungsbezirk Mitte hat einen größeren Anteil aufzuweisen. Neukölln hat alles mögliche, nur eines nicht: Betriebsärzte, die durchaus mal hinter den zahllosen Tresen nach dem Rechten sehen könnten.

Hippes Paralleluniversum für Arbeitsmediziner

Denn heute ist Neukölln statt muslimisches Parallel-Universum ein attraktives Studentenquartier, in dem der berüchtigte Hipster in Cafés, Bars, Clubs und Kneipen anzutreffen ist. Das berühmte Neukölln-Feeling genießt weltweite Wertschätzung – und das hat nicht nur mit der hohen Bevölkerungsdichte zu tun, sondern auch mit der Milch- und Bierschaumdichte, da fast in jedem zweiten Haus an der Sonnenallee, im Körnerkiez, im Reuterkiez oder der Karl-Marx-Straße eine gastronomische Einrichtung residiert, die sich auf verschiedene Varianten der Kaffee-, Cocktail- oder Craftbeer-Zubereitung spezialisiert hat. Und wem das noch nicht reicht, der kann aus mindestens 1.000 Gerichten aus über 50 Nationen wählen. Hongkong in Berlin. Und eine Herausforderung für jeden Betriebsarzt, der in Neukölln dafür sorgen muss, dass nicht nur der Gast glücklich ist, sondern auch der Kellner, der vielen Belastungen aus Küche und Keller ausgesetzt ist.

Trabantensiedlungen und Schlafstädte

Doch der Berliner Bezirk Neukölln ist groß und es gibt Gegenden, die so gar nicht hipstermäßig rüberkommen: Da sind Buckow und Britz, klassische Siedlungen mit Jägerzaun und Gartenzwerg, da sind Rudow und die Gropiusstadt, wo Berlin kurz vor dem Flughafen Schönefeld in Trabantensiedlungen ausfranst – Schlafstädte, deren Bewohner tagsüber in Mitte oder anderswo ihrer Arbeit nachgehen. Und möglicherweise wohnt hier auch der eine oder andere spezialisierte Betriebsarzt aus Berlin oder Mediziner mit der Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin, umgangssprachlich auch „Betriebsarzt“ genannt.

Doch wer von Neukölln spricht, meint jenes in jüngster Zeit von den Studenten eroberte Amüsierviertel zwischen Hermannplatz, Rollbergviertel und Schillerkiez, das in den letzten Jahren Kreuzberg den Rang abgelaufen hat – wo die Häuser von griechischen, italienischen oder spanischen Steuerflüchtlingen gekauft werden, in denen dann ihre Kinder wohnen, die Kneipen betreiben, in denen nur noch Englisch als Barsprache zu existieren scheint.

Kaum Kenntnisse über Arbeitssicherheit und Betriebsmedizin in Neukölln

Doch die Kenntnisse über Arbeitssicherheit sind nicht in gleichem Maße gewachsen wie der Wunsch nach Selbstverwirklichung in einem coolen Kneipenprojekt. Viele sind erstaunt, dass auch sie einen Betriebsarzt mitten im Ausgehbezirk Neukölln benötigen, der neben der Fachkraft für Arbeitssicherheit für einen Schutz der Angestellten vor Gefährdungen sorgt. Und die sind nicht zu unterschätzen.

Da sind lange Nachtschichten bis in die frühen Morgenstunden zu erwähnen, die psychische Belastungen nach sich ziehen können und seit einiger Zeit auch im Arbeitsschutzgesetz ihren Niederschlag gefunden haben. Des weiteren ist Lärm ein Gefährdungsfaktor, der beispielsweise Clubbesitzern nahelegt, ihren Mitarbeitern eine entsprechende Vorsorgeuntersuchung anzubieten, die G 20. Auch hantieren Reinigungskräfte in Küchen und Kantinen mit Handschuhen, die Hautreaktionen nach sich ziehen können: Bei mehr als 2 Stunden täglicher Arbeit mit Handschuhen muss der Arbeitgeber die G 24 zum Hautschutz anbieten.

DOKTUS vermittelt Betriebsärzte

Doch wer vermittelt solche gesetzlich vorgeschriebenen Vorsorgen? DOKTUS hat Betriebsärzte in seinem Netzwerk, die bei Bedarf und genügender Anzahl die Vorsorgen auch vor Ort durchführen. Und eine Grundbetreuung gibt es schon für einen jährlichen Beitrag ab 198 Euro. Sie möchten mehr über die Arbeitsmediziner von DOKTUS erfahren? Einfach anrufen oder E-Mail schreiben.