Vorsorge G30: Alles Wichtige zur Vorsorgeuntersuchung „Hitze“

6. Juni 2017

Stahlarbeiter, Feuerwehrleute und Co.: Hier wird die G30-Untersuchung fällig.

Der Silbermantel wiegt 3 Kilo. Kapuze, Helm, feuerfeste Handschuhe und die klobigen Arbeitsschuhe tun ihr übriges. Wer als Stahlkocher arbeitet, der lebt gefährlich. Wenn das Roheisen mit 1500 Grad aus dem Hochofen schießt, müssen die Arbeiter topfit sein.

Die Arbeitsbedingungen für Stahlkocher mögen die heißesten sein, ganz alleine sind sie mit diesen Temperaturen aber trotzdem nicht. Auch Feuerwehrmänner und Arbeiter in Heizungsanlagen müssen hohen Temperaturen standhalten.

Eine isolierende Arbeitskleidung bringt zwar viel, reicht alleine aber nicht aus. Auch körperlich müssen Stahlkocher, Feuerwehrmänner und Co. in bester Verfassung sein.

Die G30-Untersuchung: Eine klassische arbeitsmedizinische Pflichtvorsorge

Die G30-Vorsorgeuntersuchung prüft genau das. Den körperlichen Zustand derer, die an ihrem Arbeitsplatz extremer Hitze ausgesetzt sind.

Und weil körperliche Probleme in einer solchen Umgebung schnell lebensbedrohliche Ausmaße annehmen können, ist die G30 Untersuchung eine Pflichtuntersuchung.

Ab welchen Temperaturen die Vorsorgeuntersuchung greift, beschreibt unter anderem der Leitfaden der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Wer führt die Untersuchung durch?

Die G 30 wird, wie alle anderen arbeitsmedizinischen Untersuchungen, vom einem zertifizierten Betriebsarzt durchgeführt. Der Arbeitsmediziner kennt sich mit der Thematik bestens aus und kann auch über den Tellerrand hinaus mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Für Feuerwehrmänner oder Stahlkocher kommt zum Beispiel auch die G46-Untersuchung zum schweren Heben und Tragen in Frage.

In einem ärztlichen Gespräche kann der Arbeitsmediziner genau solche Fragen klären und so die Sicherheit des Arbeitnehmers erheblich verbessern.

Wie ist die G30-Untersuchung aufgebaut?

Neben dem ausführlichen Gespräch und einer routinemäßigen Anamnese beinhaltet die G30 Untersuchung einige weitere Schwerpunkte. So wird ein Urinstatus des Untersuchten untersucht, der Blutdruck und Puls ermittelt sowie EGK in Ruhe und nach Belastung durchgeführt.

In einigen Fällen kann außerdem eine Röntgenaufnahme des Thorax durchgeführt werden.

Sind die Ergebnisse einwandfrei, stet einer Aufnahme der Tätigkeit oft nichts im Weg.

Regelmäßige Nachuntersuchungen garantieren die Gesundheit der Arbeitnehmer

Damit das auch in Zukunft so bleibt, wird die G30 bei Arbeitnehmern unter 50 Jahren alle 5 Jahre wiederholt. Bei älteren Mitarbeitern verkürzt sich der Turnus dagegen auf 2 Jahre.

Vorzeitige Untersuchungen können aber auch früher durchgeführt werden, etwa auf Wunsch des Arbeitnehmers. Bei gesundheitlichen Bedenken oder nach einer mehrwöchigen Erkrankung kann eine vorzeitige Nachuntersuchung ebenfalls veranlasst werden.

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