Vorsorge G26: Alles Wichtige zur Arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung Atemschutz

G26 Vorsorge – Pflicht bei Atemschutzgerät-Tragezeiten von mehr als 30 Minuten/Tag

In unterschiedlichsten Berufen ist das Tragen eines Atemschutzgerätes Pflicht. Vor allem wenn es sich um Tätigkeiten handelt, in denen man mit gefährlichen oder gesundheitsschädlichen Stoffen in Berührung kommt. Sobald ein Atemschutzgerät länger als 30 Minuten pro Tag eingesetzt wird, muss eine Vorsorgeuntersuchung absolviert werden.

Der Inhalt dieser Vorsorgeuntersuchung kommt auf den Gerätetypen an. Zur Klassifikation der Geräte hat sich folgende Einteilung etabliert:

  • 1. Gruppe: Gewicht bis 3 Kilogramm und Atemwiderstand bis 5mbar
  • 2. Gruppe: Gewicht bis 5 Kilogramm und Atemwiderstand über 5mbar
  • 3. Gruppe: Gewicht über 5 Kilogramm und Atemwiderstand über 5mbar

Angebot- oder Pflichtuntersuchung?

Je nach Klassifizierung des Geräts wird die Untersuchung als Pflicht- oder Angebotsuntersuchung absolviert. Während die G26 Untersuchung für die Gerät der Gruppe 1 freiwillig ist, gestaltet sich die Situation für Geräte der Gruppe 2 und 3 anders. Hier ist die Teilnahme an der G26-Untersuchung für den Arbeitnehmer obligatorisch.

Für das Durchführen der Untersuchung ist außerdem eine Gefährdungsbeurteilung ausgesprochen wichtig. Nur so kann der Betriebsarzt, der die G-26 durchführt, eine adäquate Untersuchung gewährleisten und auf mögliche Gefährdungen am Arbeitsplatz reagieren. (Alle Informationen zur Gefährdungsuntersuchung finden Sie hier).

Untersuchungsinhalte für Geräte der Gruppe 1

Auch bezüglich der Untersuchungsinhalte der G 26 Untersuchung unterscheiden sich die einzelnen Geräteklassen. In der freiwilligen G26 Untersuchung für Gruppe 1 (auch G26.1 genannt), werden Laborwerte für Blut und Urin sowie der Blutdruck genommen. Eine ärztliche Untersuchung auf mögliche Erkrankungen oder Probleme beim Tragen der Atemschutzgeräte findet ebenfalls statt. Die G26.1 Untersuchung dauert in diesem Fall lediglich 30 Minuten.

Die G26.2 – Untersuchung

Ab einem Gewicht der Geräte bis zu 5 Kilogramm gestaltet sich die Untersuchung etwas aufwändiger: Neben den Laborwerten für Blut und Urin, wird in diesem Fall zusätzlich ein Lungenfunktionstest, ein EKG, Seh- sowie ein Hörtest absolviert. Auch hier findet eine gründliche Anamnese durch den Betriebsarzt statt. Im Bedarfsfall wird die Lunge außerdem geröntgt. Die Dauer der Untersuchung beläuft sich daher auf ca. 1 Stunde.

Inhalte der G26.3 -Untersuchung

Für die schwersten Atemschutzgeräte braucht es nicht nur einen funktionstüchtigen Körper, sondern außerdem eine gute Grundlagenausdauer – schließlich wiegt das Gerät in diesem Fall über 5 Kilogramm. Dementsprechend wird zusätzlich zu den Inhalten der G26.2 Untersuchung ebenfalls ein Belastungs-EKG durchgeführt. Die Anforderungen, die die Arbeitnehmer auf dem Fahrrad erfüllen müssen, richten sich nach ihrem Alter.

Ausnahme: Eignungsuntersuchung bei Feuerwehrleuten

Für die meisten Arbeitskräfte ist die G26 – Untersuchung eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung. Nicht so für Feuerwehrleute: In diesem Fall werden die Untersuchungen als Eignungsuntersuchung ausgeführt.

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