EAP: Employee Assistance Programm – gut für das Betriebsklima und den Umsatz

Individuelle Beratungen sind fester Bestandteil des EAP-Ansatzes.

In den USA schon seit Jahrzehnten verbreitet, in Deutschland bislang nur eine Randerscheinung: Die Rede ist von EAP. EAP steht für Employee Assistance Programm und wurde in den 1930er Jahren in den Vereinigten Staaten als Suchtpräventionsprogramm ins Leben gerufen. Führungskräfte sollten betroffene Mitarbeitern mit einem breit gefächerten Beratungsangebot zur Seite stehen und diese so in ihrer Krise unterstützen.

Welche Bereiche umfassen Employee Assistance Programme?

Bei der reinen Suchtprävention blieb es auch, aber nicht nur. Das EAP entwickelte sich in kürzester Zeit zu einem breit gestreuten System von Beratungsleistungen für Betriebe und deren Angehörige. Neben der Suchtberatung, gehört die Beratung bei psychischen Belastungen mittlerweile ebenso zum Standardrepertoire des EAP, wie eine Konfliktberatung. Auch das Management organisatorischer Probleme nimmt im Employee Assistance Programm seit einiger Zeit einen größeren Raum ein. Egal ob es die Betreuung der Kinder am Nachmittag, oder die Pflege von Angehörigen ist.

Hat das EAP wirklich eine Berechtigung?

Probleme, Konflikte, Krisen. Das Employee Assistance Programm unterstützt Mitarbeiter – vor allem großer Firmen – in schwierigen Zeiten. Aus gutem Grund: Psychische Störungen sind für 10% (Männer) bis 15% (Frauen) aller Fehlzeiten verantwortlich. Dabei sorgen sie jedes Jahr für immense Kosten für die Wirtschaft. Das große Problem ist dabei die Dauer der Krankheit: Die durchschnittliche Krankheitsdauer liegt pro Fall bei 40 Tagen. Der Volkswirtschaft entgehen damit jährlich rund 8 Milliarden Euro. Tendenz in allen Bereichen steigend.

Das EAP hat also in jedem Fall eine Berechtigung, ja fast schon eine Notwendigkeit.

Nutzen für Unternehmen liegt klar auf der Hand

Unternehmen, nicht nur in Deutschland, haben diese Notwendigkeit entdeckt und fangen langsam an, ihre Defizite aufzuholen. Bislang gestalten sich die ersten Versuche jedoch als holprig. Nur SAP und Siemens sind bisher dafür bekannt, ihren Mitarbeitern ein gutes EAP zu bieten.

Dabei liegen die Vorteile klar auf der Hand! In Großbritannien konnte eine Studie eine deutliche Verringerung der Arbeitsunfähigkeit feststellen. Weniger Krankheitsfälle, kürzere Krankheitsdauer.

Neben einer Verbesserung des innerbetrieblichen Klimas, profitiert das Unternehmen auch durch positives Unternehmensimage. Hier kümmert sich jemand um seine Mitarbeiter und lässt sie mit ihren Problemen nicht allein.

Auch die Motivation der gesunden Mitarbeiter, und damit deren Produktivität, dürfte durch das verbesserte Betriebsklima einen Schub erfahren.

Wie gestaltet sich die Beratung der Mitarbeiter?

Große Firmen haben teilweise betriebseigene Experten, sowohl Sozialarbeiter, Psychologen und Ärzte, in ihren Reihen haben. Etwas kleinere Unternehmen greifen dagegen oft auf externe Experten zurück. In diesem Fall erfolgen die Beratungen in der Regel telefonisch. Dieses Modell ist gerade für Unternehmen sinnvoll und effektiv, die nicht tausende Mitarbeiter beschäftigen in denen eine hohe, ständige Nachtrage nach Beratungen existiert. So kann die Beratung punktuell und nach Bedarf erfolgen.

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