www.skripte.net Umweltökonomie 1/2 Thema XI 11. Die Interessen (Gerechtigkeit gegenüber) zukünftigen Generationen Nachhaltigkeitsgrundsatz (Brundtland-Kommission1987) besagt: Handle so, dass die Aktivitäten der heutigen Generation die Handlungsmöglichkeiten zukünftiger Generationen nicht einschränken. - Diskontrate Substituierbarkeit Darf man abdiskontieren? z.B. bei Öl und anderen erschöpfbaren Ressourcen Handlungsspielraum für zukünftige Generationen geringer daher: allgemeinere Formulierung müssen Handlungsalternativen zur Verfügung stellen - Bevölkerungswachstum, Fertilitätsverhalten Diskontrate Gegenwartswertbetrachtung: Abdiskontierung zukünftiger Erträge und Kosten Benachteiligung zukünftiger Generationen Erschöpfung von Ressourcen Welches ist die richtige Abdiskontierungsrate? Marktzins? ethische Frage Abdiskontierungsrate = 0 Rawlssches Prinzip maximin-Kriterium (1960 ­ A Theory of Justice) Dem am schlechtesten Gestellten soll es möglichst gut gehen. Maximiere die Wohlfahrt des am schlechtesten Gestellten. Alle Generationen sollten gleich gut bzw. gleich schlecht gestellt werden. Erschöpfung von Ressourcen Erweiterung der Möglichkeiten in anderen Bereichen - physisches Kapital - Wissenskapital Reichen die Substitutionsmöglichkeiten aus? Substitutionselastizität G> 1 Knat TECHNOLOGIEOPTIMISMUS Richtung der Entwicklung bei Knat Erschöpfung elastischer Fall Kphys Quelle: Universität Rostock (Prof. Dr. M. Rauscher) / Korrekturen und Ergänzungen bitte an info@skripte.net www.skripte.net Umweltökonomie Technologieoptimismus 2/2 Thema XI Ressource später vollständig durch Wissenskapital ersetzbar (z.B. Kohleenergie wird durch Windenergie ersetzt keine Kohle mehr notwendig, aber dennoch Energiegewinnung) G< 1 Knat Wenn die Substitutionsmöglichkeiten zwischen Knat und Kphys sehr schlecht sind irgendwann automatisch Produktionsniveausenkung Gleichstellung zukünftiger Generationen funktioniert nicht möglichst sparsamer Umgang mit den Ressourcen notwendig Kphys G= 1 Isoquanten nähern sich an die Achsen an, berühren sie aber nicht Das Produktionsniveau kann gehalten werden, aber ein unendlich hoher Kapitalstock wird nötig. endlicher Ressourcenbestand Abbau Konsum Produktion Investition Kapital Produktionsprozess als physikalisch- chemische Transformation Problem: es entsteht unendlich viel Kapital (physisches) Lösung des Arguments: Kapital nicht nur physisch (z.B. Maschinen) allgemeinerer Kapitalbegriff beinhaltet auch Wissen (z.B. Energie später vollständig durch regenerative Quellen ersetzbar) In vielen praktischen Fällen ist G< 1 Beispiel: Produktionsfunktion mit Energie und Kapital als Argumente AGENDA 21 Umsetzung von Nachhaltigkeit Quelle: Universität Rostock (Prof. Dr. M. Rauscher) / Korrekturen und Ergänzungen bitte an info@skripte.net