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„Gegenstand und Einordnung der Betriebswirtschaftslehre“

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Fach: Einführung in die Betriebswirtschaft ,,Gegenstand und Einordnung der Betriebswirtschaftslehre" Thema 1 Seite 1 von 3 1. 1.1. Gegensta…
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bwl, grundstudium
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Fach: Einführung in die Betriebswirtschaft ,,Gegenstand und Einordnung der Betriebswirtschaftslehre"

Thema 1 Seite 1 von 3

1.
1.1.

Gegenstand und Einordnung der Betriebswirtschaftslehre
Gegenstand der BWL
Einordnung in die Wirtschaftswissenschaften und in das System der Wissenschaften Charakterisierung einer Wissenschaft durch 3 Merkmale · Erkenntnisobjekt · Erkenntnisziel · Methodik (Welche Methoden werden genutzt?) Wissenschaften Idealwissenschaften Realwissenschaften (Denkprozesse des Menschen als (Gegenstand unabhängig von Gegenstand, z.B. Philosophie) Denkprozessen) Naturwissenschaften Kulturwissenschaften (dazu gehören Physik, Chemie, ...) (Inhalte werden von dem Menschen ersonnen für den Menschen, z.B. Rechtswissenschaften, Sozialwissenschaften) Wirtschaftswissenschaften (ist bei beidem einzuordnen, da Produktivität z.B. zu den Naturwissenschaften zugeordnet werden kann und Steuerrecht z.B. zu den Kulturwissenschaften) Die WiWi haben ein gemeinsames Erkenntnisobjekt: Wirtschaft / das Wirtschaften. Das Erkenntnisobjekt Wirtschaften resultiert aus dem Spannungsverhältnis praktisch unbegrenzter Bedürfnisse und begrenzt zur Verfügung stehender Güter. Wirtschaften ist immer an Entscheidungen gebunden: Entscheidungen bzgl. der Produktion oder Konsumtion. BWL VWL Nachbarwissenschaften (z.B. Wirtschaftsrecht)
Wirtschaft / Wirtschaften = Zuordnung von knappen Gütern zu befriedigenden Bedürfnissen

Bedarf

Deckungsmöglichkeiten

Minimum- und Maximumprinzip } Wirtschaftlichkeitsprinzip Minimumprinzip: einen gegebenen Nutzen (Output) mit minimalem Einsatz erreichen Maximumprinzip: bei gegebenem Einsatz einen maximalen Nutzen erreichen Unterschied der BWL und VWL: Erkenntnisobjekt VWL: Wirtschaft auf gesamtwirtschaftliche Ebene, z.B. in einem Staat (Inhaltliche Schwerpunkte: Vollbeschäftigung, Preisstabilität, Wirtschaftswachstum, außenwirtschaftliches Gleichgewicht) Wirtschaft auf der Ebene eines einzelnes Betriebes bzw. eines Unternehmens. Bezug ist immer das einzelne Unternehmen unter Berücksichtigung des Umfeldes, z.B. Lieferanten-Kunden-Beziehungen, und der Angebots- und Nachfragesituation in den jeweiligen Marktsegmenten des Unternehmens.

BWL:

Fach: Einführung in die Betriebswirtschaft ,,Gegenstand und Einordnung der Betriebswirtschaftslehre" Betriebe

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...sind Wirtschaftseinheiten in denen sich Leistungserstellung vollzieht, z.B. Fertigung. Die erstellten Leistungen sind bestimmt für den Bedarf Dritter und die Leistungen werden am Markt angeboten. Betriebszweck: Produkte und Leistungen stellen den Betriebszweck dar Betriebsziel: = Summe von einzelnen Unternehmenszielen, wie. z.B. Gewinnerzielung, Sicherung der Arbeitsplätze usw.

Produktionsfaktoren = knappe Güter im Sinne des Wirtschaftlichkeitsprinzips 1. Arbeit (Dispositive Arbeit und ausführende Arbeit) 2. Betriebsmittel 3. Werkstoffe Die Kombination der Produktionsfaktoren folgt dem Wirtschaftslichkeitsprinzip (Substituierbarkeit beachten!). Kombination anhand konkreter Entscheidungskriterien diese werden sich immer ausrichten nach den Unternehmenszielen. Wichtigstes einzelnes Unternehmensziel ist die langfristige Maximierung des Gewinns. Andere Ziele sind diesem untergeordnet. Die Unternehmen folgen mit dem Streben nach Gewinn dem erwerbswirtschaftlichen Prinzip. Das wird immer unter dem Postulat (zwingende Forderung) der Liquidität gestellt.

1.2.

Die BWL als Wissenschaft ­ Methoden der BWL

Methoden (Methode = Weg zu etwas) Genetische Methode (genese = lat. = Entwicklung) zeitliche Entwicklung von Sachverhalten wird verdeutlicht o z.B. Kursentwicklung einer Aktie zeitliche Betrachtung von zufälligen Ereignissen / Bewegungen wird außerdem abstrahiert o z.B. Durchschnittsbildung bei Aktienkurs 100-Tage-Linie Grenzen der genetischen Methode: Zukunftsbetrachtung, da nur Ist-Betrachtung möglich

-

Deskriptive Methode (beschreibende ~) - Beschreibung tatsächlicher Gegebenheiten - Gegebenheiten (Zahlen) werden gesammelt, geordnet und systematisch dargestellt o z.B. Kostenerfassung einer Produktherstellung Induktive Methode - führt zu Schlussfolgerung vom Besonderen zum Allgemeinen o z.B.: Wenn ich die Innovationsquote1 erhöhe (=besonderer Fall) und die Kosten daraufhin steigen, wird es wohl bei jeder Iq.-erhöhung so sein (=allgemeiner Fall) Deduktive Methode - Umkehrung der induktiven Methode, d.h. es wird vom Allgemeinen auf das Besondere geschlossen

1

Bsp. zur Erklärung: Bei einer Innovationsquote von 0,2 ist jedes 5. Produkt, dass ich herstelle, ein neues Produkt.

Fach: Einführung in die Betriebswirtschaft

Thema 1

,,Gegenstand und Einordnung der Betriebswirtschaftslehre" Seite 3 von 3 o Bsp.: Wenn AP2 (= U / MA) dann sinken die relativen Lohnkosten, d.h. der deduktive Schluss wäre: Wie viel Produktivität führt zu wie viel Senkungen von Lohnkosten Modelle = generell vereinfachte Abb. der Realität ceteris-paribus-Klausel: alle anderen (externen) Bedingungen bleiben gleich bzw. konstant (die Klausel ist fast immer notwendig) Gliederung der BWL (orientiert an den Inhalten) in ABWL3 und SBWL4 ABWL Sachverhalte und Probleme mit Allgemeingültigkeit über die konkreten Ausprägungen der Betriebe hinweg Ziel: Erarbeitung genereller Aussagesysteme hinsichtlich der Betriebe SBWL gliedert sich auf wie folgt:
SBWL Institutionell Funktionell (im Hinblick auf die Wirtschaftszweige) (im Hinblick auf die betrieblichen Funktionen) Industriebetrie Handelsbetrie BankbetriebsMarketing BeschaffungsFinanzbslehre bslehre lehre usw. wirtschaft wirtschaft usw.

2 3

AP = Arbeitsproduktivität ABWL = Allgemeine Betriebswirtschaftslehre 4 SBWL = Spezielle Betriebswirtschaftslehre

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