Medienassistent/in Die Tätigkeit im Überblick Medienassistenten und -assistentinnen führen kaufmännisch-organisatorische Tätigkeiten auf dem Gebiet multimedialer Produktionen aus. Dabei kann es sich um Film-, Fernseh-, Rundfunk- und Videoproduktionen handeln, aber auch um Computerspiele, Internetproduktionen oder CDs. Zu den Aufgaben von Medienassistenten und -assistentinnen gehört es unter anderem, die Finanzierungsmöglichkeiten geplanter Medienproduktionen zu prüfen sowie Vor- und Nachkalkulationen zu erstellen. Sie beschaffen Rechte und Lizenzen, werten Informationen über Markt und Mitbewerber aus und wirken bei der Erarbeitung von Marketingkonzeptionen mit. Darüber hinaus übernehmen sie die konkrete Einsatzplanung für Medienproduktionen, kalkulieren Kosten, beschaffen die jeweils erforderlichen Materialien sowie die technische Ausrüstung und kümmern sich um die Personaleinteilung. Die Ausbildung im Überblick Bei dem Ausbildungsgang Medienassistent/in handelt es sich um eine schulische Ausbildung an Berufsfachschulen nach landesrechtlichen Regelungen oder nach den Richtlinien der jeweiligen (privaten) Bildungsträger. Die Ausbildung dauert 2 bis 2,5 Jahre. Tätigkeitsbezeichnungen Auch übliche Berufsbezeichnungen/Synonyme · · Medientechnische/r Assistent/in Multimedia-Assistent/in Berufsbezeichnungen in englischer Sprache · · Commercial media assistant (m/f) Media assistant (m/f) - organisational and commercial work Berufsbezeichnungen in französischer Sprache · · Assistant/Assistante multimédia - travaux commerciaux et organisateurs Assistant/Assistante technico-commerciale dans les entreprises multimédia Hinweis: Die (fremdsprachigen) Berufsbezeichnungen dienen der Orientierung auf internationalen Arbeitsmärkten. Es handelt sich dabei zum Teil um Übersetzungen der deutschen Berufsbezeichnung. Berufsinhalte und Abschlüsse sind nicht unbedingt identisch oder in vollem Umfang vergleichbar. Ausbildungsform Der theoretische und praktische Unterricht wird in Vollzeitform an staatlich anerkannten oder privaten Berufsfachschulen erteilt. In die Ausbildung können auch fachpraktische Abschnitte von - je nach Bundesland und Schule - unterschiedlicher Länge integriert sein. Die unterschiedlichen landesrechtlichen Regelungen haben die Rahmenvereinbarung der Kultusministerkonferenz über die Berufsfachschulen zur Grundlage. In Sachsen besteht die Möglichkeit, zusätzlich den Abschluss Wirtschaftsassistent/in Fachrichtung Fremdsprachen zu erwerben. Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung Vorausgesetzt wird in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss. Von einigen Schulen wird die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife verlangt. Bei einer Überzahl von geeigneten Bewerbern und Bewerberinnen führen einige Schulen ein Auswahlverfahren durch. Teilweise werden auch das Bestehen eines Eignungstests oder Erfahrungen in der Medienbranche vorausgesetzt. Spezialisierungen Medienassistenten und -assistentinnen spezialisieren sich in Unternehmen der Medienwirtschaft oder auch in Softwareunternehmen z.B. auf die Vor- und Nachkalkulation von Medienprodukten, auf das Controlling, den Einkauf, den Vertrieb oder das Marketing. Bei Film und Fernsehen können sie z.B. Assistenzaufgaben in der Produktionsleitung oder in der Filmgeschäftsführung übernehmen oder in Vertrags- und Rechtsabteilungen als Management-Assistenten und -Assistentinnen tätig werden. Je nach Betrieb liegt ihr Schwerpunkt auf bestimmten Produkten, beispielsweise auf Fernsehund Kinofilmen, Videos, Computerspielen oder Internetproduktionen. Funktions-/Tätigkeitsbereiche: · · · · · Kunst, Kultur, Medien Finanz- und Rechnungswesen, Revision Marketing, Werbung Vertrieb, Verkauf, Kundengewinnung Einkauf, Beschaffung