In Sachen Betriebsarzt sind die Unternehmen in Bayern an die gleichen gesetzlichen Vorgaben gebunden, wie alle anderen Firmen in Deutschland. Was für Nordrhein-Westfalen, Berlin oder Hamburg gilt, trifft somit auch auf Bayern zu: ab dem ersten Mitarbeiter, den eine Firma einstellt, muss eine betriebsärztliche Betreuung sichergestellt sein.

Mehr als 200.000 Firmen gehen laut Industrie- und Handelskammer (IHK) in Bayern ihrem Business nach. Unternehmen aus dem Bereich Handel sind darunter, solche aus dem produzierenden Gewerbe oder dem Dienstleistungssektor. Einen wichtigen Schwerpunkt bilden in Bayern Betriebe aus der Landwirtschaft und Forstwirtschaft.

Andererseits ist der Freistaat Bayern mit zahlreichen Technologieunternehmen, darunter vielen aus dem Bereich Automotive, ein ausgewiesener High-Tech-Standort. Insbesondere in Ballungszentren rund um die großen Städte München, Nürnberg, Augsburg oder Ingolstadt konzentriert sich Kompetenz aus zukunftsträchtigen Wirtschaftszweigen.

Ganz egal, ob landwirtschaftliches Gerät, ein Industrieroboter oder der Computer das hauptsächliche Arbeitsgerät der angestellten Arbeitnehmer ist: allen Firmen aus Bayern gemeinsam ist, dass ein Betriebsarzt benötigt wird.

Externe Betriebsärzte in Bayern: Wann braucht eine Firma einen Betriebsarzt?

Kleine und mittlere Unternehmen sind das Rückgrat jeder Wirtschaft. Um diese Firmen nicht über Gebühr zu belasten, hat der Gesetzgeber in punkto arbeitsmedizinischer Versorgung je nach Größe abgestufte Modelle eingeführt. So reicht es beispielsweise auch für einen Betrieb in Bayern mit bis zu 10 Mitarbeitern, sich über die Betreuung eines externen Betriebsarztes abzusichern.

Prinzipiell haben Betriebsärzte den Arbeitgeber beim Arbeitsschutz und bei der Unfallverhütung in allen Fragen des Gesundheitsschutzes zu unterstützen. Der zertifizierte Arbeitsmediziner hat laut Vorgaben darauf hinzuwirken, dass sich alle im Betrieb beschäftigten Mitarbeiter entsprechend den Anforderungen des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung verhalten.

Der Betriebsarzt belehrt über die Unfall- und Gesundheitsgefahren, denen die Arbeitnehmer bei der Arbeit ausgesetzt sind. In größeren Betrieben wird ein Betriebsarzt meist fest angestellt. Kleinere Betriebe haben auch in Bayern die Möglichkeit, externe Betriebsärzte zu beauftragen. Diese Spezialisten praktizieren nicht vor Ort, sondern kommen in regelmäßigen Abständen in das Unternehmen, um den Arbeitgeber und die Arbeitnehmer in Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zu beraten.

Betriebsarzt in Bayern finden

Gut 5 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte stehen auf den Gehaltslisten von in Bayern ansässigen Firmen. Konzerne am Standort Bayern wie BMW, Siemens, Adidas, Microsoft oder Audi kooperieren in der Regel mit einem festen Betriebsarzt bzw. bei mehreren Tausend Mitarbeitern, einem Team aus Betriebsärzten.

Für Mittelständler und kleine Unternehmen empfiehlt es sich, auf punktuelle Expertise eines Arbeitsmediziners zurückzugreifen. Sowohl in der Landeshauptstadt München als auch in jeder größeren Gemeinde in Bayern bieten externe Betriebsärzte ihre Services an. Eine Übersicht ermöglicht zum Beispiel die Arztsuche des Bundesverbandes selbständiger Arbeitsmediziner und freiberuflicher Betriebsärzte: http://www.bsafb.de/35.0.html

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